Was ist ein Avalkredit?
Im Gegensatz zu vielen anderen Kreditarten, handelt es sich bei den sogenannten Avalkrediten um indirekte Kredite.
Der Kunde erhält bei einem Avalkredit kein Geld zur Verfügung gestellt, mit dem er Investitionen tätigen oder sich Konsumwünsche erfüllen kann. Vielmehr handelt es sich bei dem Avalkredit um eine Bürgschaftsübernahme seitens der Bank. Avalkredite kommen oftmals im Geschäftskundenbereich oder auch im Rahmen eines Mietavals vor.
Das Mietavel ersetzt bei Privatkunden häufig das Mietkautionskonto, wenn der Vermieter vom Mieter eine Sicherheitsleistung verlangt. Mit dem Mietaval verpflichtet sich die Bank, in bestimmten Fällen für die Schulden des Kreditnehmers zu haften, zumeist dann, wenn dieser nicht mehr zahlungsfähig ist.
Als Gegenleistung für den erhaltenen Kredit leistet der Kunde eine sogenannte Avalprovision. Diese beträgt zumeist zwischen 0,2 und 0,5 Prozent pro Monat und ist mit einem Kreditzins in allgemein üblicher Höhe zu vergleichen.
Im Geschäftkundenbereich kommen Avalkredite häufig in der Form vor, dass insbesondere Länder und Kommunen für bestimmte Aufträge bei öffentlichen Ausschreibungen von den Bewerbern eine Sicherheit in Form einer Bankbürgschaft verlangen.
Durch solche Avalkredite soll unter anderem auch gewährleistet werden, dass der Bewerber als kreditwürdig anzusehen ist und dadurch eine gewisse Sicherheit besteht, dass der erteilte Auftrag auch ordnungsgemäß ausgeführt wird.
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