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Tipps für Bankkunden

Zinsabrechnungen sind häufig falsch. Das stellen Kontenprüfer immer wieder fest. Bei einem Kredit mit variablem Zinssatz, wie etwa der Überziehung eines Girokontos, muss der Abstand zwischen dem anfänglich vereinbarten Zinssatz und dem geltenden Marktzins, den die Bundesbank veröffentlicht, gleich bleiben. Erlaubt ist eine Abweichung um höchstens 0,2 Prozentpunkte. Häufig passen die Finanzinstitute den Satz aber nur verzögert und unvollständig an. Geraten Kunden über ihr Kreditlimit, werden in manchen Fällen die höheren Überziehungszinsen für den gesamten Betrag berechnet statt nur für den Teil, der den Grenzwert übersteigt. Etliche Kunden geraten in eine Schuldenfalle. Neben unkorrekten Abrechnungen schaffen vor allem nicht rechtzeitig ausbezahlte Kredite Probleme. Dann werden teure Zwischenfinanzierungen nötig. In anderen Fällen werden Kredite aus Sicht der Betroffenen voreilig gekündigt.

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Zwar laufen Bankgeschäfte in aller Regel glatt über die Bühne. Aber Bankkunden sollten auf ein paar Dinge achten. Oberste Pflicht. Schauen Sie regelmäßig ihre Konto- und Depotauszüge durch, ob alle Geschäftsvorfälle korrekt verbucht wurden. Bei Auffälligkeiten wenden Sie sich sofort an Ihr Kreditinstitut und reklamieren diese. Bei Überweisungen oder Scheckeinlösungen achten Sie unbedingt darauf, dass der Termin der Wertstellung korrekt ist. So schreibt das Überweisungsgesetz konkrete Fristen fest, wie lange ein Geldtransfer dauern darf. Die Regelausführungsfrist innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums beträgt fünf Bankgeschäftstage; inländische Überweisungen dürfen längstens drei Bankgeschäftstage dauern.

Achten Sie darauf, dass Ihre Bank Sie nicht ungebührend zur Kasse bittet. Hierzu gibt es eine Fülle höchstrichterlicher Urteile. So darf weder für Freistellungsaufträge noch für Nichteinlösung von Schecks kassiert werden. Kommen Sie mit Ihrer Bank nicht klar, helfen der Gang zur Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland oder der Ombudsmann (www.bankenverband.de). Bei Problemen mit Sparkassen helfen die Regionalverbände.

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Rubrik: , • Datum: 14|12|2008