Effektenlombardkredit
Datum: 21.11.09 • Kategorie: Wissen
Als standardisierter Privatkredit wird der Effektenlombardkredit natürlichen Personen mit einer nachweislich guten Bonität angeboten. Der Effektenlombardkredit ähnelt in einigen Punkten dem Wertpapierkredit.
Effektenlombardkredit und Wertpapierkredit werden durch die Verpfändung des Wertpapierdepots an die kreditgebende Bank gesichert, wobei der Beleihungswert die Höhe des Kreditbetrages und den Umfang der Sicherheit angibt. Aus Gründen der besseren Kontrolle, kommen für die pfandrechtliche Sicherung nur solche Wertpapiere in Betracht, die an einer inländischen Börse gehandelt werden.
Beim Effektenlombardkredit ist aber anders als beim Wertpapierkredit kein bestimmter Verwendungszweck vorgegeben, sodass der Kreditnehmer die finanziellen Mittel nach Bedarf für verschiedene Anschaffungen oder Investitionen einsetzen kann und nicht verpflichtet ist, spekulative Anlagen zu erwerben.
Der Effektenlombardkredit wird für unbefristete Zeit zur Verfügung gestellt und als Kreditrahmen auf einem Konto eingerichtet. Der Kreditnehmer kann die gewünschten Kreditmittel jederzeit flexibel abrufen und sie ebenso unkompliziert zurückzahlen, da kein strikter Tilgungsplan eingehalten werden muss. Die Zinsen sind lediglich auf den abgerufenen Kreditbetrag zu zahlen und werden üblicherweise beim Quartalsabschluss dem Girokonto belastet.
Zusätzlich zu den bekannten Risiken, die die Aufnahme eines Kredites mit sich bringt, besteht bei der Verpfändung des Depots die Gefahr, dass der sogenannte Hebeleffekt eintritt. Die Werthaltigkeit des Depotbestandes kann demnach stark schwanken, sodass die Bank regelmäßig prüft, ob der Effektenlombardkredit noch ausreichend gesichert ist. Gegebenenfalls wird der Beleihungswert und somit der Kreditrahmen reduziert.
Weiterführende Informationen:
1. Stiftung Warentest [ Was ist eigentlich der Beleihungswert? ]
2. Anleger Lexikon [ Beleihungswert ]

