Definition Nominalzins
Wenn man von der Knappheit von Gütern in einem Wirtschaftssystem ausgeht, muss sich jeder Mensch zwischen Konsum und Freizeit entscheiden. Umso mehr Konsum man sich leisten möchte, umso mehr müssen Menschen arbeiten und auf Freizeit verzichten. Da Gegenwartskonsum attraktiver ist, als Zukunftskonsum, möchte man eine Belohnung für das Warten. Dies ist der Zins.
Zinsen stellen volkswirtschaftlich ein Einkommen dar, da man anstatt zu arbeiten, Geld verleihen und darüber seine Freizeit erhöhen kann. Der Zins wird in Prozent pro anno (pro Jahr) ausgedrückt. Dabei ist der Nominalzins der Zinssatz, den z.B. eine Bank ihren Kunden auf das eingezahlte Kapital pro Jahr gewährt.
Wenn eine Bank eine unterjährige Verzinsung anbietet (monatlich, vierteljährig, halbjährig, stetig), so spricht man vom relativen Zinssatz. Der relative Zinssatz wird aus der Division des Nominalzinssatzes mit der Anzahl der unterjährigen Zinsperioden berechnet. Der effektive Zinssatz ist dann derjenige Zinssatz per anno, der am Jahresende zum gleichen Ergebnis führt, wie die unterjährige Verzinsung mit dem relativen Zinssatz.
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