Private Krankenversicherung - Gesundheitsfragen
Datum: 06.08.08 • Kategorie: Versicherung
Im deutschen Gesundheitssystem wird grundsätzlich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung unterschieden. Während die gesetzliche Krankenversicherung nahezu jede Person als Versicherten aufnehmen muss, sieht das bei den privaten Krankenversicherern anders aus. Diese können sich aussuchen, wen sie als neue Mitglieder haben möchten und wen nicht.
Das Hauptkriterium, nach denen sich die privaten Krankenversicherungen ihre Mitglieder aussuchen, ist der Umstand, wie gesund der Antragsteller ist. Private Krankenversicherungen sind natürlich daran interessiert, weitestgehend gesunde Personen zu versichern, damit in der Folgezeit keine hohen Kosten durch Behandlungen u.ä. entstehen, welche dann von der Krankenversicherung übernommen werden müssten.
Zu diesem Zwecke gibt es zahlreiche Gesundheitsfragen, welche die Versicherten vor der Aufnahme in die private Krankenversicherung beantworten müssen. Wer unter bestimmten Vorerkrankungen leidet, bekommt einen Risikozuschlag und muss somit einen erhöhten Beitrag zahlen.
Ergibt sich aus dem Gesundheitsfragebogen dass die bestehenden Krankheiten sehr gravierend sind, kann die Krankenversicherung den Aufnahmeantrag ablehnen. So müssen beispielsweise Patienten, die aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung auf Lebenszeit Hormone einnehmen werden, im Durchschnitt mit einem Aufschlag von circa zehn Prozent auf den normalen Beitrag rechnen.
Je nach Art und Schwere der bestehenden Erkrankung, kann dieser Aufschlag bis zu 100 Prozent gehen, oder die Aufnahme des Antragstellers kann, wie bereits erwähnt, ganz verweigert werden.

