Berufsunfähigkeitsversicherung - Baustein der Altersvorsorge

Datum: 12.12.08 • Kategorie: Versicherung

Ob Auto-, Hausrat- oder Gebäudeversicherung. Alles mögliche wird versichert. Aber oftmals vergessen die Bundesbürger einen wichtigen Vermögenswert, nämlich die eigene Arbeitskraft. Deren Absicherung ist insbesondere auch als Baustein der Altersvorsorge enorm wichtig.

Denn statistisch gesehen wird jeder Vierte im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig. Und wie soll dann der Lebensunterhalt, geschweige denn der spätere Ruhestand finanziert werden? Auf den Staat ist dabei spätestens seit Januar 2001 kein Verlass mehr. Denn seit diesem Zeitpunkt hat er die ohnehin schon mageren gesetzlichen Leistungen weiter gesenkt, beziehungsweise ganz gestrichen.

Bis dato erhielten Berufsunfähige noch eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. An deren Stelle ist die neue zweistufige Erwerbsminderungsrente getreten, die für alle Arbeitnehmer bestimmt ist, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden. Nicht nur, dass die Leistungen weiter sinken. Auch erhält die volle Zahlung nur noch, wer weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Als entscheidender Nachteil erweist sich, dass beruflicher Status oder Ausbildung keine Rolle mehr spielen.

Wenn also beispielsweise ein Arzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten, aber noch sechs Stunden täglich an der Krankenhauspforte sitzen kann, erhält er nunmehr nicht einen einzigen Cent Erwerbsminderungsrente. Und zwar unabhängig davon, ob er überhaupt einen Job findet oder nicht. Die theoretische Möglichkeit reicht aus. Private Vorsorge wird daher zum Muss.

Doch für den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist der frühzeitige Einstieg wichtig. Denn Jüngere haben noch die Risiken einer langen Erwerbszeit bis zur Altersrente abzudecken. Darüber hinaus profitieren sie von günstigen Beiträgen und haben in der Regel wegen guter Gesundheit kaum Probleme beim Vertragsabschluss. Ältere müssen dagegen höhere Prämien zahlen und verstärkt damit rechnen, dass Unternehmen bei Vorerkrankungen keinen Versicherungsschutz gewähren oder Risikozuschläge verlangen.

Die Angebote der Assekuranz sind vielfältig. Noch wichtiger als der Preis sind dabei die Leistungsbedingungen. Häufig versuchen sich nämlich die Gesellschaften um Zahlungen zu drücken oder diese hinauszuzögern. Gute Anbieter können den Kunden nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen und zahlen bereits bei einer voraussichtlichen Dauer der Berufsunfähigkeit von sechs Monaten. Und zwar rückwirkend ab deren Eintritt, unabhängig vom Zeitpunkt der Meldung. Bei Vertragsabschluss sollten Kunden jedoch die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten, damit sich die Versicherung nicht aufgrund falscher oder unterlassener Angaben aus ihrer Pflicht verabschieden kann.