Tankkarten: Kundenkarte mit Kreditkarten-Funktion

Datum: 26.09.08 • Kategorie: Kreditkarte

Tankkarten werden von einigen Tankstellenketten als Einzelkarten für den privaten Kunden und von nahezu jeder Tankstellen-Marke in Form von Flottenkarten für Firmen ausgegeben. Die Abrechnung erfolgt einmal monatlich und enthält eine Übersicht der angefallenen Tank- und Kaufvorgänge. Bei Flottenkarten erfolgt auf Wunsch eine getrennte Auflistung nach einzelnen Fahrzeugen.

Da die Zahlung einmal monatlich nach der Abrechnung erfolgt, handelt es sich bei der Tankkarte um Kundenkarten mit zusätzlicher Kreditkarten-Funktion. Dabei gilt eine Karte nicht nur bei einer einzigen Marke; in einer für den Markt eher ungewöhnlichen Kooperations-Vereinbarung haben einige Wettbewerber die gegenseitige Anerkennung ihrer Kundenkarten vereinbart.

Während Privatkunden ihre Tankkarte für den Erwerb aller Waren und Dienstleistungen verwenden, nutzen Firmen die Möglichkeit, ihre Einsatzmöglichkeiten einzuschränken. Die Karte kann wahlweise zum Tanken zugelassen sein oder die Waschstraße einschließen. Wenn eine gewerblich verwendete Karte im Tankstellen-Shop eingesetzt werden darf, dann zumeist nur für die Produktgruppe Autozubehör. Waren, für die eine Karte gesperrt ist, lassen sich nicht auf diese aufbuchen.

Auch im Carsharing-Bereich erweisen sich Tankkarten als nützlich. Entgegen den Regeln bei der Anmietung eines herkömmlichen Mietwagens ist der Benzinverbrauch in den meisten Städten im Nutzungsentgelt enthalten und das Auftanken vor der Rückgabe des Wagens nicht vorgeschrieben. Damit der Fahrer, welcher einen leeren Tank bemerkt, nicht in Vorleistung treten muss, befindet sich eine Tankkarte im Handschuhfach eines jeden Wagens.

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