Sparen auf dem Kreditkarten-Konto

Datum: 03.09.08 • Kategorie: Kreditkarte

Nahezu jede Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung bietet die zusätzliche Möglichkeit, auf dem Kreditkartenkonto ein verzinsliches Guthaben zu unterhalten. Der ursprüngliche Sinn für die Einrichtung eines derartigen Angebotes bestand darin, Zahlungen zu ermöglichen, die den Verfügungsrahmen der Kreditkarte überschreiten. Wer beispielsweise einen Kaufpreis von 4.000 Euro mit der Karte begleichen möchte, jedoch nur über einen Betrag in Höhe von 2.500 Euro verfügen darf, zahlt einfach mindestens 1.500 Euro auf sein Kreditkartenkonto ein und kann somit am Ort des Kaufes ohne Bargeld zahlen.

Inzwischen bewerben einige Ausgabestellen von Kreditkarten die Möglichkeit, ein Guthaben zu unterhalten, aktiv. Die Zinssätze sind jedoch sehr unterschiedlich. Während einige Anbieter eine Verzinsung anbieten, die der aktuellen Rendite von Tagesgeld entspricht, zahlen andere nur wenig mehr als den Zinssatz für Sparbücher. Für den Kunden bietet sich eine Geldanlage auf dem Kreditkartenkonto nur dann an, wenn ihm eine angemessene Verzinsung gewährt wird.

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, welche Kosten bei der Rückzahlung des Geldes entstehen. Technisch ist sie jederzeit über einen Geldautomaten möglich. Für Barabhebungen mit der Kreditkarte fallen jedoch bei einem Großteil der Kartenverträge Entgelte an. Die Kreditkarte als Ersatz für ein Tagesgeldkonto ist für den Nutzer dann sinnvoll, wenn er sein Geld kostenlos zurückbekommen kann, er also entweder über einen Vertrag verfügt, bei dem grundsätzlich Barabhebungen kostenfrei sind oder ihm zumindest diese bei Abhebungen aus Guthaben unentgeltlich gewährt werden.

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