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Die Wahl der Kreditlaufzeit

Viele Banken gehen mit ihren Kreditangeboten in die Werbung, indem sie dem Kunden beispielsweise 5.000 Euro für monatlich nur 60 Euro oder etwas ähnlich versprechen. Das liest sich verlockend und die 60 Euro kann doch jeder aufbringen. Solche Angebote sollten aber nicht ohne sie zu hinterfragen angenommen werden.

Denn derart niedrigen Raten sind nur möglich, wenn eine extrem lange Laufzeit von sieben Jahren und länger vereinbart wird. Die langen Laufzeiten müssen aber in der Regel mit höheren Bearbeitungsgebühren und höheren Zinsen bezahlt werden, sodass das der Kreditnehmer selbst bei kleineren Kreditbeträgen immer einen relativ hohen Anteil an Kreditkosten zu tragen hat. Damit verdient die Bank ihr Geld. Das höhere Ausfallrisiko, das mit der langen Laufzeit zusammenhängt, lässt sie sich entsprechend bezahlen.

Natürlich kann nicht pauschal gesagt werden, nur niedere Laufzeiten sind gut. Die Frage nach dem Verwendungszweck spielt hier ebenfalls eine Rolle. Aber ein zum Beispiel acht Jahre alter Gebrauchtwagen sollte nicht über weitere acht Jahre finanziert werden, weil von vornherein davon auszugehen ist, dass das Fahrzeug dann nicht mehr existiert. Auch bei Konsumgütern wie Fernseher, Waschmaschine, Möbel usw. sollte der Finanzierungszeitraum auf etwa drei Jahre beschränkt bleiben. Kurze Kreditlaufzeiten sind nicht nur von den Kosten her günstiger, kürzere Kreditlaufzeiten führen natürlich auch zu einer schnelleren Entschuldung und machen den Weg für neue Finanzierungen frei, ohne dass sich die Verbraucher finanziell übernehmen.

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Rubrik: • Datum: 08|05|2009