Kredit ohne Ehepartner
Wird ein Kreditantrag bei der Bank gestellt, prüft diese unter anderem auch, ob der Antragsteller verheiratet ist. Ist dies der Fall, muss der Kredit in der Regel von beiden Ehepartnern aufgenommen werden. Der Grund hierfür ist die in den meisten Fällen vorhandene Gütergemeinschaft, wodurch die in der Ehe aufgenommenen Schulden von beiden Partnern zu tragen sind.
Doch auch aufgrund der Einkommensverhältnisse ist es meist nötig, dass beide Ehepartner als Kreditnehmer auftreten. Schließlich rechnet die Bank die Lebenshaltungskosten pro im Haushalt lebender Person. Bei Ehepartnern müssen hier bereits 850-900 Euro eingeplant werden, für jedes im Haushalt lebende Kind sind dies nochmals 200 Euro. Nur wenn der Ehepartner, der den Kredit beantragt, diese Summen leisten kann und dazu noch Gelder für die Bezahlung der Kreditrate verbleiben, kann der Kredit auf nur einen Ehepartner abgeschlossen werden. Somit sind Kredite, die nur an einen Ehepartner vergeben werden, nur mit einem relativ hohen Einkommen möglich.
Neben den Banken bieten aber auch weitere Kreditgeber Darlehen an. Dies sind neben den privaten Kreditgebern auch Direktbanken im Internet. Beide bieten mitunter Darlehen an, die nur auf einen Ehepartner abgeschlossen werden können. Hier ist jedoch zu prüfen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Nicht selten werden diese Angebote nämlich von den schwarzen Schafen der Branche, beispielsweise unter der Bezeichnung Hausfrauenkredit, offeriert, die bereits für den Kreditantrag hohe Gebühren berechnen.
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