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Tücken der Drei-Wege-Finanzierung

Die Drei-Wege-Finanzierung ist eine besondere Finanzierungsart, die oft im Zusammenhang mit dem Kreditkauf eines Fahrzeuges angeboten wird. Bei dieser Finanzierung hat der Kreditnehmer am Ende der Laufzeit die Wahl, ob er die Finanzierung durch den Ausgleich der letzten Rate (Schlussrate) beendet, ob er daraus eine Anschlussfinanzierung macht oder ob er das Fahrzeug an den Autohändler zurückgibt.

Die Drei-Wege-Finanzierung ist eine beliebte Finanzierungsart, um die Raten der laufenden Finanzierung klein zu halten. Sie suggeriert dem Kreditnehmer persönliche Freiheit in der Entscheidung, was er am Laufzeitende tun möchte. Kreditnehmer sollten sich die Drei-Wege-Finanzierung aber vor Vertragsbeginn komplett durchrechnen. Richtig ist, dass die laufenden Raten (bedingt durch die Schlussrate) klein sind, aber die Zinssätze für Drei-Wege-Finanzierungen sind in der Regel höher, als für andere Finanzierungen. Und wenn das Fahrzeug beim Kunden bleiben soll und die Schlussrate anschlussfinanziert wird, dann geschieht das zu einem Gebrauchtwagenzins, der immer höher ist, als der Zins für Neuwagen.

Werden dann beide Finanzierungen aufgerechnet, wird sich schnell herauskristallisieren, dass der Kreditnehmer für Zinsen und Gebühren insgesamt deutlich mehr zahlen muss, als wenn er nur einmal finanziert. Die Drei-Wege-Finanzierung täuscht über diese Tatsache hinweg. Kreditnehmer, die darauf bedacht sind Kosten zu sparen, sollten von dieser Finanzierungsart keinen Gebrauch machen.

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Rubrik: • Datum: 17|03|2009