Abrufkredit
Im Gegensatz zu einem Ratenkredit, bei dem die beantragte Kreditsumme an den Kunden in voller Höhe ausgezahlt wird, und dieser den Kredit in festgelegten monatlichen Raten tilgt, wird dem Kreditantragsteller bei einem Abrufkredit eine Kreditlinie über einen konkreten Betrag genehmigt, die der Kunde nur bei Bedarf zum Teil oder ganz beanspruchen kann.
Dabei fallen für den Abrufkredit nur dann Zinsen an, wenn Teile der Kreditlinie in Anspruch genommen werden. Wer einen Abrufkredit nutzt, kann den offenen Saldo ganz nach Belieben tilgen. Im Allgemeinen verlangen die Kreditinstitute jedoch einen Mindestbetrag von 50,00 Euro pro Monat.
Der Vorteil des Abrufkredites gegenüber dem Dispositionskredit begründet sich darin, dass die Zinsen für die günstigsten Abrufkredite derzeit bei nur circa 8 Prozent liegen, während für die Inanspruchnahme des Dispos meist um die 13 Prozent Zinsen fällig werden. Außerdem ist der Kreditnehmer bei einem Abrufkredit nicht an die kontoführende Hausbank gebunden, sondern kann sich den Anbieter mit den günstigsten Zinsen selbst suchen.
Mit einem Abrufkredit gewinnt der Kreditnehmer zusätzliche Liquidität, beispielsweise zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe, und spart außerdem noch Zinsen. Die Kontoführung und die Bereitstellung des Abrufkredites sind in der Regel für den Kunden kostenlos. Ein Abrufkredit eignet sich somit auch hervorragend, um den Dispo auf dem Girokonto auszugleichen.
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