Abrufkredit vs. Dispositionskredit
Während der Dispositionskredit fast allen Bankkunden geläufig ist, weil die Institute ihren Kunden diesen im Zusammenhang mit der Führung des Girokontos in Abhängigkeit von der Bonität einräumen, ist der Abrufkredit weniger bekannt, aber auf jeden Fall die günstigere Alternative. Beide Kreditarten bieten Kunden die Möglichkeit, sich finanzielle Freiräume zu schaffen und damit ihre Liquidität zu verbessern.
Der Dispositionskredit kostet bei Inanspruchnahme in Abhängigkeit von der kontoführenden Bank im Durchschnitt zwischen 12 und 15 Prozent Zinsen p.A. - ein Abrufkredit ist beim günstigsten Anbieter bereits für knapp 7 Prozent zu bekommen. Gut 40 Prozent der fälligen Zinsen können bei gleicher Inanspruchnahme eingespart werden. Abrufkredite sind nicht an ein Girokonto gekoppelt, sondern werden von den Banken als Kreditlinie eingeräumt und den Kunden bei Bedarf auf das Referenzkonto überwiesen. Sie erfüllen keinen anderen Zweck, als es der Dispo tut, kosten jedoch viel weniger Geld.
Gerade für Kunden, die sich in der sogenannten Dispofalle befinden, weil sie es nicht mehr schaffen das Girokonto auszugleichen, kann der Abrufkredit der erste Schritt sein, mit dem der Dispo erstmal ausgeglichen wird. Dann gilt es eisern zu tilgen, wie viel und wann ist in der Regel dem Kunden freigestellt. Manche Banken verlangen lediglich eine Mindesttilgung von 50 Euro. Die Gefahr der Dauerschulden lauert, wenn der Abrufkredit zusätzlich zum strapazierten Dispo genutzt wird.
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