Bausteine der Baufinanzierung
Unter einer Baufinanzierung versteht man verschiedene Darlehen, die zweckgebunden für den Bau oder den Kauf eines Hauses bzw. für Renovierungsarbeiten eingesetzt werden. Die Verwendung dieser Darlehen lassen sich die Darlehensgeber, also die Banken oder Bausparkassen, immer nachweisen. Bei Neubauten genügt in der Regel die Bestätigung des Architekten über den Baufortschritt, bei Renovierungsarbeiten hingegen müssen die Bauherren diesen Verwendungsnachweis selbst führen.
Ebenfalls allen Baudarlehen gleich ist die Absicherung durch Eintragung eines Grundpfandrechts. Hierbei hat sich in der Praxis in den letzten Jahren die Grundschuld durchgesetzt. Denn diese kann auch nach Rückzahlung des Darlehens erneut von den Hausbesitzern als Sicherheit für Kredite herangezogen werden. Gleichermaßen möglich ist die Eintragung einer Hypothek, diese erlischt jedoch mit Tilgung der Baufinanzierung.
Das im Rahmen einer Baufinanzierung am häufigsten vergebene Darlehen ist das Annuitätendarlehen. Es ist mit einer festen Rate, der sogenannten Annuität, sowie einer Zinsbindungszeit ausgestattet. Während dieser Zeit bleibt, wie der Name bereits erkennen lässt, der vereinbarte Zins konstant. Erst nach Ablauf dieser Frist wird er an die allgemeine Marktlage angepasst, was unter Umständen zu einer Erhöhung der monatlichen Belastung führen kann. Viele Banken gewähren Zinsbindungszeiten zwischen 5-15 Jahren, in einigen Fällen, etwa wenn die Finanzierung über Hypothekenbanken erfolgt, sind sogar 30jährige Zinsbindungen möglich.
Neben dem Annuitätendarlehen kommt im Rahmen der Baufinanzierung auch dem Bauspardarlehen noch immer große Bedeutung zu. Es kann genutzt werden, wenn ein Bausparvertrag abgeschlossen und zu mindestens 40-50% bespart wurde. Gleichzeitig muss die Zuteilungsreife erreicht worden sein. Ist dies der Fall, kann der Bausparer das Bauspardarlehen nutzen, welches ihm geringe Zinsen sowie eine hohe Flexibilität durch jederzeitige Sondertilgungsmöglichkeiten bietet.
Auch wer noch keinen Bausparvertrag besitzt, kann heute Bauspardarlehen nutzen. Und zwar durch die heute angebotenen Konstant-Programme der Bausparkassen. Hierbei wird ein Vorausdarlehen gewährt, gleichzeitig wird ein Bausparvertrag abgeschlossen. Für das Darlehen zahlt der Kreditnehmer nur Zinsen und spart gleichzeitig einen Bausparvertrag an. Ist dieser zuteilungsreif, wird das Vorausdarlehen abgelöst und es besteht nur noch das Bauspardarlehen.
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