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Welche Funktion hat das Verrechnungskonto?

Um mit einem Wertpapierdepot am Wertpapierhandel teilnehmen zu können, wird parallel dazu ein Verrechnungskonto bei der Depotbank benötigt, bei der das Wertpapierdepot unterhalten werden soll.

Auf dieses Verrechnungskonto können von einem sogenannten Referenzkonto - gewöhnlich das private Girokonto - Überweisungen vorgenommen werden, um dadurch entsprechendes Guthaben für den Kauf von Aktien oder Fondsanteilen zu haben. Alle Kauforders werden nur dann ausgeführt, wenn das dafür benötigte Guthaben auf dem Verrechnungskonto existiert. Gleichzeitig dient das Verrechnungskonto dazu, um Erlöse aus Wertpapierverkäufen oder Dividendenzahlungen zu verbuchen.

Wer sich für die Eröffnung eines Wertpapierdepots interessiert, der sollte versuchen eine Bank zu finden, die das Guthaben auf dem Verrechnungskonto verzinst. Das Verrechnungskonto verhält sich in diesem Fall wie ein Tagesgeldkonto und erfüllt zwei Funktionen in einem. Dies hat den Vorteil, dass das Guthaben, welches für den Kauf von Wertpapieren vorgesehen ist, auch noch Zinsen erwirtschaftet, während es sich auf dem Verrechnungskonto befindet. Der Anleger spart dadurch unnötige Zeitverluste, die bei den Transaktionen von Konto zu Konto durch Fremdbanken automatisch immer entstehen.

Banken, die das Wertpapierdepot für ihre Kunden kostenlos führen, verlangen selbstverständlich auch für die Kontoführung des Verrechnungskontos keine Gebühren. Im Gegenteil, einige zahlen ganz attraktive Zinsen für die Guthaben. Um Kunden zu gewinnen, spendieren einige Onlinebanken Neukunden auch noch ein Startguthaben, mit dem dann später die ersten Orders finanziert werden können.

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Rubrik: • Datum: 01|11|2008