Tagesgeld Konten
Mit der Einführung des Tagesgeldkontos oder der Tagesgeldfonds haben die Kreditinstitute auch dem Privatanleger den Weg an den Markt für Tagesgeld geebnet. Auch Privatpersonen ist es damit möglich, von den enormen Vorteilen dieses Marktes zu profitieren. Was aber ist eigentlich Tagesgeld genau? Und wie funktioniert die Geldanlage in Tagesgeld?
Beim Tagesgeld handelte es sich ursprünglich um einen reinen Interbankenmarkt, der aber in den letzten Jahren mehr und mehr auch für den privaten Anleger geöffnet wurde. Stellt eine Bank während des laufenden Geschäftsbetriebes fest, dass sich die liquiden Mittel dem Ende zuneigen, so müsste diese Bank sich normalerweise Gelder von der entsprechenden Zentralbank leihen, um den Liquiditätsengpass zu kompensieren.
Um aber nicht immer den hier gängigen Zins - in Europa den EURIBOR - zahlen zu müssen, haben sich die Banken dazu entschieden, sich auch untereinander Geld zu leihen. Da diese Gelder meist nur für einen Tag (in Ausnahmefällen auch mal für einige wenige Tage) verliehen werden, bezeichnet man sie als Tagesgeld. Wenn ein Privatanleger nun ein Tagesgeldkonto eröffnet, oder in einen Geldmarktfonds einsteigt, dann stellt er sein Geld eben diesem Markt zur Verfügung. Das bedeutet, dass die Bank das Geld an andere Banken verleihen darf.
In Deutschland ist dabei während der gesamten Transaktion das Geld des Anlegers durch den sogenannten Einlagensicherungsfonds geschützt. Der Verbraucher trägt also keinerlei Risiko, kann aber von den attraktiven Zinsen, die nicht selten viermal so hoch wie auf einem Sparbuch sind, profitieren. Zudem ist das Geld täglich verfügbar und kann jederzeit wieder abgezogen werden.
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