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Sparen mit Fonds und Zertifikaten

Investmentfonds und Zertifikate haben im Wesentlichen haben zwei Vorteile. Der Vermögensaufbau ist schon ab kleinen Summen – in der Regel 50 Euro – möglich, und zur Not ist das Geld jederzeit verfügbar. Der dritte und wohl größte Pluspunkt ist die Rendite. Die Wahrscheinlichkeit, mit Investmentfonds Geld zu verlieren, ist nach einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren Ansparzeit äußerst gering. Auf Sicht von zehn Jahren und länger erwirtschaften Anleger mit Investmentfonds im Durchschnitt eine Performance von rund zehn Prozent pro Jahr. Da Indexzertifikate jeweils eins zu eins bestimmte Märkte oder Indizes wiedergeben, trifft diese Aussage auch auf sie zu.

Sparpläne mit Fonds oder Zertifikaten sind natürlich keine Lebensversicherung. Denn in puncto Rendite kann eine Lebensversicherung auf lange Sicht nicht mithalten. Dafür garantiert das bei den Deutschen immer noch mit Abstand beliebteste Produkt zur Altersvorsorge eine Auszahlungssumme, ein Fonds- oder Zertifikatesparplan dagegen nicht. Zudem wird bei einer Kapitallebensversicherung das Todesfallrisiko abgesichert. Doch das wirkt sich wiederum renditemindernd aus.

Fonds- und Zertifikatesparer müssen dagegen zwischenzeitlich mit Verlusten rechnen. Für risikoscheue Anleger empfehlen sich daher generell Aktienfonds, die je nach Risikofreude mit einem Rentenfonds kombiniert werden sollten. Wer dagegen sein Sparkapital für eine Anschaffung in zwei Jahren braucht, der ist mit der Anlage auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto besser beraten und sollte von Fonds die Finger lassen.

Wer den langen Atem hat, den brauchen die Schwankungen der Kapitalmärkte nicht zu schockieren. Langfristig wirken sie sich sogar positiv aus. Denn sie bringen einen antizyklischen Ansatz in die Geldanlage, den Cost-Average-Effekt. Das heißt, dass man beim regelmäßigen Sparen von gleich hohen Beträgen in Monaten mit niedrigeren Kursen automatisch mehr Fondsanteile erwirbt. Dadurch ergibt sich bei langfristig steigenden Börsenkursen ein günstigerer durchschnittlicher Einstiegskurs. Wenn man ein wenig Zeit hat, sind Indexfonds die ideale Form der Kapitalbildung.

Rentenfonds schonen die Nerven, da die Kursschwankungen viel schwächer ausfallen. Und wer beim Vermögensaufbau eher auf “Betongold” vertraut, findet mit Offenen Immobilienfonds immerhin eine flexible Alternative zur Lebensversicherung bei vergleichbarer Renditeerwartung. Die Rendite von fünf bis sechs Prozent im Jahr macht Immobilienfonds auch zu Kandidaten für Auszahlungspläne, denn hier sind Kursschwankungen schließlich unerwünscht.