Indexzertifikate im Vergleich zu Fonds

Datum: 27.12.08 • Kategorie: Geldanlage

Indexzertifikate ähneln Fonds. Denn das Risiko wird auf sämtliche Wertpapiere gestreut, die im Index enthalten sind. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass man sich schon mit geringen Summen engagieren kann. Ansonsten bestehen zwischen den beiden Anlageformen große Unterschiede.

Mit einem Fonds vertraut der Anleger auf die Fondsgesellschaft. Im Regelfall werden von dieser nur die größten Positionen im Fonds veröffentlicht, den Rest muss sich der Anleger mühsam aus den regelmäßig erscheinenden Rechenschaftsberichten heraussuchen.

Beim Indexzertifikat weiß der Anleger dagegen genau, in welche Aktien er investiert. Denn die Zusammensetzung der Börsenindizes ist leicht in Erfahrung zu bringen. Dagegen orientieren sich Fonds nur am Index und bilden ihn nicht identisch nach. Und die Gebühren sind erheblich höher, als bei Indexzertifikaten.

Bei diesen fallen im Wesentlichen nur die Kosten für den An- und Verkauf von Aktien an. Dazu kommt noch der sogenannte Spread. Das ist die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, eine Art Provision. Verglichen mit Fonds sind Indexzertifikate oder Indexfonds also ein preiswertes Anlagemedium.

Fonds kosten im Durchschnitt zuerst einmal 3 bis 5% Ausgabeaufschlag und zusätzlich noch 1 bis 2% Managementgebühr. Und das jährlich! Die höheren Gebühren werden jedoch nur selten durch eine bessere Leistung, sprich Rendite, gerechtfertigt. Denn nur ein geringer Prozentsatz der Fondsmanager schaffen es dauerhaft, ihren Vergleichsindex zu schlagen.

Lediglich in der Baisse können aktiv gemanagte Aktienfonds im Vorteil sein. Sie haben nämlich die Möglichkeit, Bargeld zu halten. Sofern ihre Fondsmanager rechtzeitig davon Gebrauch machen, treffen zurückgehende Märkte das Vermögen der Anleger nicht mehr mit voller Wucht.

Die Erfahrung zeigt aber häufig, dass Aktienfonds auch bei fallenden Märkten ähnlich schlecht oder gar schlechter als ihre Benchmark abschneiden.