Indexaktien - Alternative zu Investmentfonds
Die Idee kommt aus den Vereinigten Staaten und ist eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Investmentfonds. Mit börsengehandelten Indexaktien können Anleger mit geringsten Kosten auf ganze Märkte setzen. So sind die Exchange Traded Funds, wie die börsennotierten Indexaktien auch genannt werden, die Renner an den US-Börsen und zählen zu den umsatzstärksten Titeln.
Ihr Wert folgt der Entwicklung eines Aktienindex, da der Käufer Anteile an einem Aktienkorb erwirbt, der dem jeweiligen Index entspricht. Beispielsweise bilden Indexaktien mit der Bezeichnung “Spiders” den S&P 500 und die “Diamonds” den Dow Jones Index nach.
Indexaktien sind in den USA sehr beliebt. Seit einigen Jahren ist auch die Deutsche Börse dem amerikanischen Vorbild gefolgt. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten führen Indexaktien in Europa allerdings immer noch ein Schattendasein, was unter anderem auch daran liegt, dass diese Produkte von den Banken nicht aktiv beworben werden.
Exchange Traded Funds werden beispielsweise auf den Euro Stoxx 50 und den Stoxx 50 gehandelt. Sie bilden die Indizes eins zu eins nach und entwickeln sich identisch wie diese. Ihr Kurs ist somit einfach nachvollziehbar.
Anlageprodukte wie Indexaktien, die einem Börsenbarometer folgen, sind aber auch unter Renditegesichtspunkten sehr zu empfehlen, denn nur wenige Fondsmanager schaffen es, auf lange Frist mit einer eigenen Titelauswahl besser abzuschneiden, als ein vergleichbarer Aktienindex. Neben dem Vorteil einer zumeist besseren Performance sind auch die Gebühren deutlich geringer, als bei aktiv gemanagten Aktienfonds.
Neben den Kaufspesen fällt bei Indexaktien eine jährliche Verwaltungsgebühr von etwa 0,5 bis 0,6% an. Damit sind sie weitaus günstiger als Investmentfonds. Bei Fonds müssen die Anleger zudem einen Ausgabeaufschlag von drei bis fünf Prozent sowie jährliche Verwaltungsgebühren von bis zu zwei Prozent entrichten. Für die Investmentgesellschaften ist dies ein lukratives Geschäft.
Geeignet sind Indexaktien insbesondere für die langfristige Geldanlage. Im Gegensatz zu Fonds wird der Kurs fortlaufend festgestellt, der Kurs folgt immer exakt dem zu Grunde liegenden Index. Der Wert des Investments ist also leicht zu verfolgen.
Welchen Vorteil bieten entsprechende Indexaktien im Vergleich zu Zertifikaten? In der Regel müssen sich Zertifikateanleger mit einer begrenzten Laufzeit begnügen. Die Wiederanlage kostet dann erneut Spesen und Gebühren. Ausserdem erhalten Käufer der Indexaktien die Dividenden voll ausgeschüttet.
Dagegen werden die Ausschüttungen der Unternehmen von den Banken bei Zertifikaten sehr häufig gestrichen. Die Indexaktien bieten also günstigere Konditionen als herkömmliche Fonds oder Zertifikate bei gleicher oder sogar besserer Leistung.
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