Produkte
 Girokonto
Tagesgeld
 Festgeld Depot
 Kreditkarte Ratenkredit

Geldanlage in Aktien Indizes

Bei der Geldanlage in Aktien Indizes erwirbt der Anleger einen gesamten Markt, beispielsweise den Deutschen Aktienindex (DAX) oder den europäischen Euro Stoxx 50. So erhält er mit einem Papier ein breit diversifiziertes Portfolio. Anders als bei einer Einzelanlage in Aktien, verteilt sich dabei das Risiko auf die Werte, die im Index enthalten sind.

Notiert der DAX beispielsweise bei 6500 Punkten, kostet ein Zertifikat, das den Index eins zu eins abbildet, 6500 Euro. Um das Investment kundenfreundlicher zu gestalten und Anlegern die Möglichkeit zu geben, sich auch mit kleinen Beträgen zu beteiligen, stellen viele dieser Papiere ein Zehntel des ihnen zugrundeliegenden Aktienindex dar. Sie kosten daher nur 65 Euro. Steigt der DAX um 1000 Punkte, zieht der Wert entsprechend 75 Euro mit.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Anleger erzielt auf jeden Fall die gleiche Rendite wie der DAX. Besser kann er mit einer Geldanlage in Aktien Indizes zwar nie abschneiden, aber das gelingt auch nur einer Minderheit der in Deutschland zugelassenen Investmentfonds. Ein Grund für die schlechtere Fonds-Rendite sind die Gebühren. Denn bei Aktienfonds schmälern Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren die tatsächlich zu erzielende Anlagerendite.

Doch welche Möglichkeiten bestehen für die Geldanlage in Aktien Indizes?

Zum einen können Anleger in Indexaktien investieren. Diese Indexaktien sind in einem eigenen Handelssegment der Frankfurter Börse gelistet und können wie Aktien mit jedem normalen Wertpapierdepot erworben werden. Indexaktien bilden wie ein herkömmliches Indexzertifikat (siehe unten) den ihnen zu Grunde liegenden Aktienindex eins zu eins nach. Für den Anleger sind Indexaktien günstig, da nur die Kosten für den Ankauf anfallen und kein Ausgabeaufschlag oder Verwaltungsgebühren berechnet werden.

Eine weitere Möglichkeit der Geldanlage in Aktien Indizes sind Indexfonds. Ursprünglich konnten Investmentgesellschaften aus rechtlichen Gründen gar keine echten Indexfonds auflegen, da ein Fonds maximal zehn Prozent seines Vermögens in einen Wert investieren durfte. Zudem war es nicht erlaubt, dass Positionen, die mehr als fünf Prozent ausmachten, in ihrer Summe einen Anteil von mehr als 40 Prozent des Fondsvermögens übersteigen.

Mit dem Vierten Finanzmarktförderungsgesetz, das im Sommer 2002 Gültigkeit erlangte, wurde zwischenzeitlich aber die Auflage echter Indexfonds, die einzelne Aktien entsprechend ihrer Indexgewichtung ins Fondsvermögen aufnehmen, erlaubt. Wer also in Aktien Indizes investieren möchte, kann dies heute auch problemlos über Indexfonds tun. Hier sollte jedoch die Höhe der jährlichen Verwaltungskosten verglichen werden, die in der Regel bei nicht mehr als 0,5-0,6% liegen. Dagegen brauchen eventuell anfallende Ausgabeaufschläge bei Indexfonds vom Anleger nicht akzeptiert werden.

Die letzte Möglichkeit der Geldanlage in Aktien Indizes sind Indexzertifikate. Indexzertifikate eignen sich grundsätzlich für kurz- und langfristig orientierte Anleger. Ihr Erwerb ist aber nicht immer ganz einfach. Denn die Banken verlangen vom Kunden die Börsentermingeschäftsfähigkeit, also die formale Zulassung für hochspekulative Geschäfte an den Terminbörsen. Damit stellen sie Indexzertifikate auf die gleiche Risikostufe wie Optionsscheine, auch wenn diese von ihrem Profil her eher einem Fonds gleichen.

Zudem haben Indexzertifikate noch einen weiteren Nachteil. Ihre Käufer tragen nämlich das Risiko, dass die emittierende Bank zahlungsunfähig wird. Dieses Risiko sollten Anleger nicht unterschätzen. Die im Sommer 2007 ausgelöste Immobilienkrise in den USA hat wieder einmal gezeigt, wie unverantwortlich die Institute bei der eigenen Geldanlage mitunter agieren. Und das weltweit!

Für Indexanleger erscheinen daher Indexaktien oder kostengünstige Indexfonds die deutlich geeignetere Variante, um in Aktien Indizes zu investieren.

⇒ Angebote zu Ihrem Thema:

⇒ Verwandte Themen:

Rubrik: , • Datum: 20|08|2008