Fondssparen mit Indexfonds
Zwar ist langfristig keine andere Geldanlage so ertragreich wie Aktien, doch gibt es immer wieder Phasen, in denen es heisst: Außer Spesen nichts gewesen. Diese sogenannten Sägezahnmärkte gehen in der Regel mit mehr oder weniger großen Zinsängsten einher und sind geprägt von kräftigen und kurzfristigen Kursausschlägen nach oben wie nach unten.
Dummerweise ist der Beginn des für Anleger so nervtötenden Auf und Ab nicht zu erkennen. Einem hoffnungsvollen Aufschwung oder beunruhigenden Kursrutsch folgt schon kurz danach die jeweilige Kehrtwende. Erst nachdem Daueroptimisten in eine Bullen- beziehungsweise Schwarzseher in eine Bärenfalle getappt sind, sie also vergebens auf einen klaren Trend gesetzt und entsprechend ge- oder verkauft haben, ist eines sicher. Die Märkte sind verunsichert.
Begleitet werden diese Seitwärtsphasen stets von kontinuierlich nachlassenden Umsätzen an den Börsen. Daher reichen schon einige wenige Aufträge aus, um die Kurse rasch nach oben oder nach unten zu ziehen. Das wiederum verstärkt die Unsicherheit. Erst wenn sich Klarheit über die weitere fundamentale Entwicklung abzeichnet - positiv oder negativ -, lässt der Markt wieder einen Trend erkennen.
Offen ist allerdings, in welche Richtung. Anleger, die anstelle von Aktienfonds lieber in Einzelwerte investieren wollen, sollten sich in Sägezahnmärkten auf Aktien mit relativer Stärke konzentrieren. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich im Vergleich zu entsprechenden Indizes wesentlich besser entwickeln. Das bedeutet einerseits, dass der Kurs dieser Aktien im Abwärtstrend nicht so stark fallen wie der gesamte Aktienmarkt. Andererseits verbuchen diese Aktien, sobald es wieder aufwärts geht, stärkere Kursgewinne als der dazugehörige Aktienindex.
Nun wäre es aber zu einfach, wenn man lediglich ein paar Aktien mit relativer Stärke herauspicken müsste, um schon auf der Gewinnerseite zu sein. Setzen Sie daher auch auf Qualität. Das Hauptaugenmerk gilt Aktien von Unternehmen, die wegen ihrer Ertragsentwicklung, ihrer Produktpalette, ihrer Marktstellung, aber auch vor dem Hintergrund der jeweiligen konjunkturellen Situation mittelfristig eine Höherbewertung an den Börsen rechtfertigen. Zwar werden solche Aktien in einer allgemeinen Börsenlethargie ebenfalls nicht gerade zum Höhenflug ansetzen. Dennoch sind solche Aktien nervenschonend.
Der Königsweg ist aber sicherlich die regelmäßige Investition in sogenannte Indexfonds. Mit diesen nutzt der Anleger - idealerweise im Rahmen eines Fondssparplans - den sogenannten Cost-Average-Effekt aus, das heisst, er kauft bei zurückgehenden Aktienkursen mehr Fondsanteile und bei einer steigenden Börse weniger. So muss er sich keine Gedanken über den richtigen Ein- oder Ausstiegszeitpunkt machen, sondern ist über diese Art des Fonds Investments dauerhaft am Aktienmarkt engagiert.
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