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Dachfonds

Dachfonds, im Englischen auch “Funds of Funds” genannt, versuchen das nachzumachen, was professionelle Vermögensverwalter mit großen Anlagebeträgen einzelner Personen tun. Nämlich in aussichtsreiche Anlagen mit geringstmöglichem Risiko zu investieren. Dass dies nicht kompliziert sein muss, zeigt das Konzept der Dachfonds. Sie investieren einfach in andere Fonds. So kommt eine Mischung aus Aktien-, Renten-, Länder- und Branchenfonds in einen großen “Anlagetopf”. Dem Anleger bleibt somit die eigene Auswahl aus den Tausenden in Deutschland zugelassenen Investmentfonds erspart.

Investieren dürfen die Fondsmanager nur in Fonds, die in Deutschland zugelassen oder zumindest registriert sind. Als Sicherheitsnetz verlangt das Gesetz, dass maximal 20% des Anlagevermögens in einen einzigen Fonds investiert werden dürfen.

Das Angebot an Dachfonds ist auf die Risikobereitschaft der Anlageinteressenten abgestimmt. Wer es gerne sicher hat, wählt einen Dachfonds mit einem geringen Aktienfondsanteil. Dieser lässt sich dann bis zur gewünschten Risikostufe steigern.

Die Dachfonds sind eine noch bequemere Anlagemöglichkeit als Mischfonds. Doch wie so häufig im Leben müssen wir für Bequemlichkeit auch bezahlen. Bei den Mischfonds schon mit einer geringeren Rendite, als bei reinrassigen Aktien- oder Rentenfonds. Bei den Dachfonds kostet es nicht unbedingt Rendite, es kostet schlicht und einfach doppelt.

Denn zum einen wird der Ausgabeaufschlag von 2 bis 5% für den Dachfonds fällig, zusätzlich kommen aber noch die Ausgabeaufschläge und Managementgebühren der sogenannten Zielfonds dazu, also jener Investments, in denen sich der Dachfonds engagiert.

Die Anlage ist damit deutlich teurer, als Direktkäufe von Investmentfonds. Diese Zusatzkosten müssen von den Fondsmanagern also zusätzlich erwirtschaftet werden. Einige der Fonds umgehen die hohen Gebühren, indem sie nur in Investments der eigenen Gesellschaft wieder anlegen.

Unter Renditegesichtspunkten ist aufgrund der hohen Kostenbelastung aber von einer Anlage in Dachfonds abzuraten. Fondsanleger sollten ihr Augenmerk stattdessen lieber auf einige wenige aussichtsreiche Top Fonds richten und diese über einen Fondssparplan regelmäßig besparen.

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Rubrik: • Datum: 23|11|2008