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Banken senken Tagesgeld Zinsen weiter

Das historisch niedrige Zinsniveau in Europa hält nun bereits seit mehr als einem Jahr an. Da die Banken hierdurch die Möglichkeit haben, günstige Kredite von der Zentralbank zu erhalten, reduzieren sich die Konditionen für Geldanlagen seit Anfang 2009 deutlich.

Vor allem die Zinsen für Tagesgeld, die variabel vereinbart wurden, gleichen sich den Veränderungen am Zinsmarkt stetig an. Sie werden von den Banken in regelmäßigen Abständen dem Zinsniveau angepasst, wobei Anleger in der Regel lediglich über den Kontoauszug über die Zinsveränderung informiert werden.

Zu den Banken, die die Zinsen für ihr Tagesgeld reduzieren, gehört unter anderem die netbank. Für das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto erhalten Kunden seit dem 10. Mai 2010 nur noch 1,25% p.a., bisher zahlte die netbank ihren Anlagekunden immerhin 1,4% p.a. Deutlich attraktiver ist hingegen die Verzinsung auf dem Girokonto. Wird dieses Konto als Gehaltskonto genutzt, wird nach wie vor ein Basiszins von 0,1% gewährt, zudem wird ein Bonuszins von 1,5% bezahlt. Somit können Kontoinhaber für Guthaben auf dem Gehaltskonto 1,6% p.a. nutzen.

Doch nicht nur die netbank, auch die DKB Bank senkt die Zinssätze für ihr Tagesgeldkonto. Anleger erhalten seit Mai 2010 nur noch 1,65% p.a. für Guthaben auf dem Kreditkartenkonto der VISA-Karte. Nach wie vor ist es jedoch möglich, das Guthaben hierauf durch Barverfügung am Geldautomat abzuheben oder es bei Bedarf auf das DKB Cash, das Girokonto der DKB, umzubuchen.

Trotz dieser zahlreichen Zinssatzsenkungen beim Tagesgeld können Anleger, die sich etwas Zeit zum Vergleichen der Angebote nehmen, eine deutlich höhere Rendite erzielen. So erhalten Anleger bei der DAB Bank aktuell 2,3% p.a., die Bank of Scotland sowie die comdirect bezahlen jeweils 2,1% p.a.

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Rubrik: • Datum: 14|05|2010