Aktiensparen Mithilfe der Vermögenswirksamen Leistungen
Datum: 13.08.08 • Kategorie: Geldanlage
Mit staatlicher Hilfe und guten Investmentfonds ist der Aufbau eines Vermögens binnen weniger Jahre möglich.
Wer vor 30 Jahren begonnen hätte, monatlich 50 Euro in einen Aktienfonds einzuzahlen, wäre heute stolzer Besitzer von über 150.000 Euro, obwohl er eigentlich nur 18.000 Euro selbst investieren musste. Wie das funktioniert? Nach einer Statistik des Deutschen Aktieninstituts, die jährlich aktualisiert wird, lag die durchschnittliche Rendite des Deutschen Aktienindex (DAX) im Zeitraum von 1948 bis 2007 bei 12,5% p.A.. Den Beträgen aus o.g. Beispielrechnung liegt eine durchschnittliche jährliche Rendite von 12% zugrunde, ein Wert, den Aktieninvestitionen in der Vergangenheit über ausreichend lange Zeiträume erzielt haben.
Das Aktiensparen Mithilfe der Vermögenswirksamen Leistungen (VL) erfolgt - in Anlehnung an obiges 30-Jahres-Beispiel - in insgesamt fünf Sparplänen mit sechsjähriger Jahre Laufzeit. Der Staat bezuschusst diese im Rahmen der Arbeitnehmersparzulage. Ausserdem wurden die Einkommensgrenzen, ab denen sich der Gesetzgeber am Sparen beteiligt, in den letzten Jahren weiter gesteckt. Die aktuelle Höhe der Einkommensgrenzen für Alleinstehende und Verheiratete sowie die Höhe der Arbeitnehmersparzulage finden Sie bei Wikipedia.
Natürlich gibt es neben den Vermögenswirksamen Leistungen auch noch andere vom Staat unterstützte Sparmodelle. Aber letztlich kommt es beim Aufbau eines Kapitalstocks auf die erwirtschafteten Renditen an. Und die sind bei Aktienfonds um ein Vielfaches höher, als bei anderen Formen der Vermögensbildung.
Bei der Auswahl der Investmentfonds gilt es jedoch einige Kriterien zu beachten. So müssen die Fonds fürs vermögenswirksame Sparen geeignet sein. Eine Liste hat der BVI auf seiner Internetpräsenz www.bvi.de bereitgestellt. Natürlich lässt sich auch mit anderen Anbietern über Sparverträge verhandeln. Die Frage ist nur, ob diese Mindesteinzahlungen in einer Größenordnung akzeptieren, wie sie die Vermögenswirksamen Leistungen vorsehen. Unter Umständen lohnt es sich hier, den Differenzbetrag aus dem eigenen Portemonnaie dazu zu legen. Denn eins ist sicher. Je höher die monatliche Rate, desto größer fällt am Ende das angesparte Vermögen aus.
Bei der Auswahl des richtigen Fonds ist ebenfalls darauf zu achten, das dieser im Mehrjahresvergleich eine überdurchschnittliche Wertsteigerung aufgewiesen hat. Dabei sollten Vergleichszeiträume von drei, fünf und zehn Jahren berücksichtigt werden. Überdies empfiehlt es sich, neben Investmentfonds, die sich ausschliesslich in Deutschland engagieren, Fonds auszuwählen, deren Anlagepolitik so breit wie möglich ausgerichtet ist. Also zum Beispiel Europafonds oder weltweit agierende Aktienfonds.

