Aktienfonds
Rund zwei Drittel aller deutschen Fonds sind Aktienfonds. Das Geschäftsfeld dieser Fonds ist nicht schwierig zu erkennen. Sie investieren den Großteil des von ihnen angelegten Geldes in Aktien. Für Kleinanleger ist das eine Gelegenheit, an den Chancen des Aktienmarktes teilzunehmen, ohne sich täglich durch den Dschungel der Unternehmens- und Kursinformationen kämpfen zu müssen. Zudem ist die Beteiligung an einem Aktienfonds mit wesentlich geringeren Beträgen, als bei einer Direktanlage, möglich.
Die meisten Aktienfonds, die in Deutschland erhältlich sind, legen in deutschen Aktien an. Ungeachtet dessen ist der Privatanleger gut damit beraten, auf möglichst weltweit anlegende Aktienfonds zu setzen. Die Hauptkriterien, in denen sich die verschiedenen Fonds unterscheiden, sind neben der regionalen Ausrichtung Kriterien wie Standard- (Blue Chips) oder Nebenwerte (Mid- und Small-Caps), Branchenzugehörigkeit oder Spezialthemen (Dividendentitel, Nachhaltigkeitsinvestments u.a.).
Die Klassiker unter den Aktienfonds investieren aber vornehmlich in Standardwerte und bieten gerade dem Börseneinsteiger den Vorteil, dass viele dieser Blue Chips - wie BASF, Coca-Cola oder L’Oréal - bekannte Unternehmen sind. Somit können auch Börsenneulinge schnell erkennen, wo ihr Geld investiert wird.
Schwieriger zu durchschauen ist die Anlagepolitik bei Aktienfonds im Technologiesektor. Sehr viele Anleger in diesem vermeintlich schnell wachsenden Marktsegment erwarten immer noch die hohen Gewinnspannen früherer Tage von 100% und mehr. Wenn ein Fonds in einem oder zwei gut laufenden Aktien aus dem Technologiesektor investiert ist, heisst das noch lange nicht, dass auch für den Gesamtfonds ähnlich hohe Renditen erzielt werden können.
Aktienfonds sollten als langfristige Geldanlage eingerichtet werden. Denn erst bei langen Laufzeiten fällt der Ausgabeaufschlag nicht mehr ins Gewicht. So beliebt Aktienfonds auch sind, vergessen Sie nicht, dass große Renditechancen auch ein erhöhtes Risiko mit sich bringen. Ein genauer Blick in den Verkaufsprospekt lohnt sich. Dort erfahren Sie in aller Regel, welches die größten Einzelpositionen in dem Fondsvermögen sind.
Im Gegensatz zur Direktanlage in Aktien bieten Aktienfonds den Vorteil einer breiten Risikostreuung. Da meist nicht mehr als 5% (in Ausnahmen bis zu 10%) des gesamten Anlagevermögens in einen Titel investiert werden darf, ist das Chance-Risiko-Verhältnis günstiger, als wenn man selbst ein Depot zusammenstellt.
Die Preise der Fondsanteile, die von deutschen Fondsgesellschaften öffentlich angeboten werden, lauten in den meisten Fällen auf Euro. Daneben werden aber auch Aktienfonds angeboten, deren Ausgabe- beziehungsweise Rücknahmepreise in einer fremden Währung festgesetzt werden.
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