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Aktien kaufen

Die derzeit relativ hohen Zinsen für Festgeld- und Tagesgeldkonten tragen dazu bei, dass nur sehr wenige Privatanleger Aktien kaufen. Die Zurückhaltung bei Aktienanlagen an der Börse ist angesichts der in den 1990er Jahren von vielen Anlegern erlittenen Verluste verständlich; erst seit dieser Zeit werden Festgelder von Privatkunden in einem erheblichen Umfang nachgefragt und Tagesgeldkonten für private Sparer von nahezu jeder Bank angeboten.

Die Börse bietet jedoch weiterhin ein gutes Gewinnpotential, wenn der Anleger einige Spielregeln beachtet. Zum einen ist eine breite Streuung der Anlage ein gutes Mittel zur Risiko-Minimierung; zum anderen führt eine nicht primär auf Wertsteigerung der Papiere, sondern auf die gezahlte Dividende ausgerichtete Anlagestrategie zu regelmäßigen Gewinnen. Als langfristige Anlagestrategie ist die Aktie weiterhin unschlagbar.

Gesellschaftspolitisch ist die Teilnahme eines möglichst großen Personenkreises am Börsengeschehen wünschenswert, da diese bedeutet, dass sich das Produktiv-Vermögen in den Händen vieler unterschiedlicher Personen befindet. Der Besitz von Aktien berechtigt zudem zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung und ermöglicht, nicht zuletzt durch das Rederecht, die Einflussnahme auf Unternehmens-Entscheidungen.

Einige Privatanleger bevorzugen Aktien von Unternehmen, deren Produkte sie verwenden. Grundsätzlich ist diese Strategie nicht verkehrt, da sie eine gewisse Bindung an ein Unternehmen und dessen Produkte fördert. Mitarbeiter von Aktiengesellschaften profitieren von Belegschaftsaktien, welche ihnen in einem begrenzten Umfang zu Sonderkonditionen angeboten werden.

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Rubrik: , • Datum: 15|09|2008