Ratgeber Baufinanzierung
Mit einer Baufinanzierung wird die Gesamtfinanzierung unbeweglicher Sachen, wie Immobilien oder Grundstücke sowie deren Zubehör bestritten. Die Baufinanzierung ist somit ein wichtiger Bestandteil im Bauwesen. Man unterscheidet dabei zwischen dem Eigenkapital und dem Fremdkapital.
Eine Immobilie kann mit einem Hypothekendarlehen, mit Verwandtschaftskrediten oder über einen Bausparvertrag finanziert werden. Dabei lässt sich das Darlehen auf ein Beleihungsobjekt mit einem Grundpfandrecht absichern. Die Finanzierungskonzeption basiert auf der Berücksichtigung möglicher Förderungen, der Minimierung der Finanzierungskosten, der Steueroptimierung sowie der individuellen Bestimmung der Darlehenslaufzeit.
Größere Gewerbeobjekte werden meistens aus öffentlichen Mitteln, wie beispielsweise Immobilienfonds, Kapitalanlagegesellschaften oder anderen Unternehmungen finanziert. Bei derartigen Projektentwicklungen kommen Spezialfinanzierungen wie Joint-venture- und sogenannten Participating-Mortgage-Finanzierungen ebenfalls zum Einsatz. Dabei erwarten die Kapitalgeber zur Absicherung ihres Anteils entsprechende Beteiligungsrechte.
Hypothekenkredite haben in Deutschland in der Regel feste Zinssätze, Rückzahlungsraten und Laufzeiten, was beispielsweise für die USA nicht zutrifft. Die Hypothekenzinsen variieren dort aufgrund des starken Wettbewerbs von einem Anbieter zum anderen sehr stark.
Innerhalb der EU strebt man nach einer Vereinheitlichung der Märkte für Hypothekenkredite und nach der Einräumung eines Verbraucherrechts, das die Rückzahlung von Hypothekenkrediten zu jeder Zeit ermöglicht.
Die deutschen Interessenvertretungen und Baufinanzierer, wie z.B. die Finanzplatz München Initiative, wenden sich gleichermaßen dagegen. Ihrer Meinung nach würden diese EU-Regelungen für die Baufinanzierung das Zinsniveau allgemein steigen lassen und dadurch den Verbrauchern eher schaden, als nutzen.
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