Baufinanzierung über Lebensversicherung

Datum: 25.11.09 • Kategorie: Baufinanzierung

Es ist nicht die klassische Form der Finanzierung einer neu erworbenen Immobilie. Aber sie ist neben einem Bausparvertrag, Hypothekendarlehen und Eigenkapital eine mögliche Alternative: Die Lebensversicherung als Baufinanzierung.

Banken lassen den Kunden gerne eine Risiko-Lebensversicherung abschließen, wenn bei der Baufinanzierung die Eigenkapitalquote zu gering erscheint. Die Lebensversicherung dient der Bank als Sicherheit, falls der Kunde während der Laufzeit der Darlehensverträge die Raten nicht mehr zahlen kann und die Immobilie zwangsversteigert werden muss. In diesem Fall kann die Versicherungssumme allerdings nicht zur Finanzierung herangezogen werden.

Vielmehr schließt der Erwerber einer Immobilie eine neue Lebensversicherung ab beziehungsweise zieht eine bereits bestehende Lebensversicherung für die Finanzierung seines Objektes heran. Die Versicherungssumme nebst zu erwartenden Zinsen wird vorab an den Versicherungsnehmer ausgezahlt, damit dieser aus der Summe seine Immobilie bezahlen kann. Der Immobilienkäufer muss dann neben der Prämie, die weiter in voller Höhe bezahlt werden muss, die Zinsen für die Vorabausschüttung der Versicherung zahlen.

Die Höhe der Zinsen ist im Vergleich zu einem Hypothekendarlehen geringer. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er weiterhin aus der Lebensversicherung seinen Versicherungsschutz behält, was im Falle einer Kündigung nicht der Fall ist. Am Ende der Laufzeit kann der Versicherungsnehmer eventuell noch etwas Geld aus seiner Versicherung bekommen, nämlich dann, wenn die Überschussbeteiligung ausgezahlt wird.