Festzins oder variabler Zinssatz?
Eine der meist gestellten Fragen im Rahmen einer Baufinanzierung ist, ob man sich beim Hypothekendarlehen für eine Festzinsvereinbarung oder einen variablen Zinssatz entscheiden soll. Beide Varianten haben für den Kunden jeweils Vor- und Nachteile.
Der wichtigste Aspekt, den es bei der Entscheidung zwischen Festzins und variablem Zinssatz zu berücksichtigen gilt, ist die voraussichtliche Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus in den nächsten Jahren. Da die Zinsen immer auch von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig sind, ist eine Voraussage nicht immer eindeutig möglich.
Grundsätzlich verhält es sich so, dass die Festzins-Vereinbarung immer dann empfohlen werden kann, wenn bei Abschluss des Kreditvertrages ein recht niedriges Zinsniveau herrscht und schon alleine aus diesem Grunde die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die Zinsen in den nächsten Jahren eher steigen werden.
Je niedriger die Zinsen momentan ausfallen, desto länger sollte der Kunde versuchen, sich diesen günstigen Zinssatz zu sichern. Manche Banken bieten sogar Zinsfestschreibungen von mehr als 10 Jahren an.
Zu einer Vereinbarung eines variablen Zinssatzes kann man dem Kunden hingegen dann raten, wenn sich die aktuellen Zinsen eher auf einem hohen Niveau befinden. Würde der Kunde nun eine Festzins-Vereinbarung treffen, müsste er den hohen Zins auf Dauer zahlen. Bei einem variablen Zinssatz hingegen passt sich dieser der Zinsentwicklung an, der Kunde kann also von einem Absinken des allgemeinen Zinsniveaus profitieren.
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