Baufinanzierung - Anschlussfinanzierung
Datum: 08.12.09 • Kategorie: Baufinanzierung
Da eine Baufinanzierung in den meisten Fällen über Jahrzehnte hinweg läuft, beschäftigen sich viele Kunden über Jahre nicht mit ihrer Finanzierung. Akuter Handlungsbedarf besteht erst wieder, wenn die aktuelle Festzinsvereinbarung ausläuft und sich der Kreditnehmer um eine Anschlussfinanzierung kümmern muss. Eine Anschlussfinanzierung ist entweder dann nötig, wenn der Zeitraum der Zinsbindungsfrist ausläuft, oder wenn der Kunde das bestehende variable Darlehen in ein Festzinsdarlehen ändern möchte.
Die Anschlussfinanzierung zur bestehenden Baufinanzierung sollte rechtzeitig abgeschlossen werden, damit keine Finanzierungslücke entsteht. Möchte der Kunde sich schon einige Monate oder Jahre vor Ablauf der Zinsbindung für die momentane Finanzierung einen jetzt günstigen Zinssatz sichern, bieten zu diesem Zwecke viele Banken das sogenannte Forward Darlehen an. Dieses bietet dem Kunden einen jetzt schon zugesagten Zinssatz an, der dann mit Ablauf der alten Finanzierung und dem Abschluss der neuen Anschlussfinanzierung wirksam wird. Ein Forward Darlehen ist für den Kreditnehmer immer dann sinnvoll, wenn die Zinsen momentan sehr günstig sind, und die bestehende Finanzierung erst in einigen Jahren oder Monaten fällig wird.
Grundsätzlich steht der Kunde bei einer anstehenden Anschlussfinanzierung im Rahmen der Baufinanzierung immer vor der Entscheidung, ob er eine Festzinsvereinbarung trifft oder sich für einen variablen Zinssatz entscheidet. Letztere Variante ist dann zu empfehlen, wenn man mit fallenden Zinsen in der Zukunft rechnen kann. Die Möglichkeit der Zinsfestschreibung sollte man wahrnehmen, wenn die Zinsen eher ansteigen.

