Ist eine 110% Finanzierung sinnvoll?
Wer eine Immobilie erwirbt und diese durch die Bank finanzieren muss, sollte eine entsprechende Summe an Eigenkapital vorweisen können. Die Banken erwarten in der Regel 20 - 25% der zu finanzierenden Summe. Fehlt das Eigenkapital, muss zwar nicht auf den Erwerb der Immobilie verzichtet werden, doch die Kredite werden teurer.
Es gibt aber auch Immobilienkäufe, da lohnt es sich, eine sogenannte 110%-Finanzierung mit der Bank zu vereinbaren. Nämlich dann, wenn das Objekt nicht selbst genutzt, sondern vermietet werden soll. In diesem Fall ist es aus steuerlichen Gesichtspunkten für den Immobilienkäufer nämlich vernünftig, die Belastung der Immobilie möglichst hoch zu halten. Die Banken bieten für solche Immobiliengeschäfte meist einen Kreditvertrag an, in dem der Käufer an die Bank nur Zinsen zahlen muss; eine Tilgung des Darlehens erfolgt meist am Ende der Laufzeit in einer Summe.
Übersteigen die monatlichen Raten an die Bank die Einnahmen aus der Miete, werden diese als Mindereinnahmen vom Finanzamt anerkannt. So drückt der Eigentümer seine persönliche Steuerlast.
In diese Mindereinnahmen fliessen zudem noch die Anschaffungskosten und die Geldbeschaffungskosten mit ein. Dazu gehören neben den Gebühren für den Notar auch die Kosten für die Grundbucheintragung und die Grunderwerbssteuer. Selbst die Maklercourtage wird dazugerechnet und aus dieser Gesamtsumme heraus kann der Immobilienkäufer das Objekt jährlich zu 2% abschreiben.
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