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Altersvorsorge für Frauen

Mag es daran liegen, dass sich Frauen mit dem Thema Alter schwerer tun als Männer? Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) werden 75 Prozent aller Frauen im Alter von 30 bis 59 Jahren nicht genügend Geld zur Verfügung haben, um ihren Lebensstandard im Rentenalter zu halten.

Während ihnen ein gewisses Maß an Unterversorgung bewusst ist, liegen ihre Schätzungen diesbezüglich wesentlich über dem tatsächlichen Versorgungsniveau. Und was tun sie dagegen? So gut wie nichts. Viele Frauen sehen sich mit unüberschaubaren Gesetzeswerken und Angeboten konfrontiert, die sie zu einer frustbedingten Blockadereaktion veranlassen würden, so die Forscher des DIA.

Frauen haben es schwerer. Spätestens im Berufsleben wird dies offensichtlich. Denn finden sie eine ihrer Ausbildung angemessene Stelle, werden sie auch heute noch oft schlechter bezahlt als Männer - wodurch auch ihr Rentenanspruch langsamer wächst. Entscheiden sie sich dann dafür, sich ein paar Jahre der Erziehung von Kindern zu widmen, wird das seit 1992 durch erhöhte Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung honoriert - bis maximal zum Durchschnittseinkommen, das in diesen Jahren nicht wächst. Kehren sie in den Beruf zurück, verdienen Männer ihres Alters noch viel besser als sie. Und dann gehen Frauen in der Regel früher in Rente als Männer.

Unter diesen Gesichtspunkten ist es mehr als sinnvoll, sich privat abzusichern. Und dort wartet die nächste Benachteiligung. Weil Frauen eine längere Lebenserwartung haben als Männer, erhalten sie von den Versicherungen schlechtere Konditionen als Männer. Von Seiten der Versicherung eine nachvollziehbare Überlegung. Bei gleichen Einzahlungen müssen sie an Frauen viel länger Auszahlungen leisten - also strecken sie. Und das bedeutet für Frauen, dass sie monatlich weniger Geld auf die Hand bekommen als Männer. Bei gleichen Einzahlungen.

Der einzelne kann gegen die Ungerechtigkeiten bei der Behandlung der Geschlechter wenig ausrichten. Es ist aber wichtig, Frauen ihre prekäre Stellung im Alter vor Augen zu führen. Ein guter Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Thema Altersvorsorge stellt gerade für Frauen die betriebliche Altersvorsorge dar, die sich am besten über Pensionsfonds realisieren lässt. Denn über diese können Frauen die vermögensbildende Kraft des Zinseszins nutzen, um darüber die zuvor beschriebenen Nachteile auszugleichen.

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Rubrik: • Datum: 30|11|2008